Tuesday Night "Vision autofreie Josefstadt"
Weniger Staus, weniger Verkehrslärm sowie weniger Feinstaub und CO2-Emissionen, dafür eine bessere Luft und mehr Platz für Bus, Fahrrad, Fußgänger und Kinder: Die Agenda Josefstadt lud zur Tuesday Night über die „Vision autofreie Josefstadt“.
„Die Straße soll nicht Raum für Autos, sondern für Menschen sein", war der Tenor der gut besuchten Diskussion. „Statt Kinder in Käfige zu sperren, müssen wir Raum von den Autos wieder zurück erobern“, sagte Harald Frey von der Technischen Uni Wien. Den Albertplatz bezeichnete er als „Maschinenabstellplatz“. Daniel Cranach von der Agenda – Gruppe „Öffentlicher Raum“ bestätigte: „Wir erleben den öffentlichen Raum im Achten als defizitär. Es gibt wenig Aufenthaltsqualität.“
Bezirksvorsteher Heribert Rahdjian, sprach sich dafür aus, Bewusstsein zu schaffen, dass Verkehr nicht Naturereignisse abbilde. Denn welche Vorgaben gemacht werden, beeinflusst Menschen, ob sie Autos, Bus, Straßenbahn oder Rad nutzen. Er selbst fährt seit den 50er Jahren Rad, aber: „es ist nicht mehr so angenehm wie früher“. Ein positives Beispiel aus Kopenhagen dazu steuerte Alec Hager IG Fahrrad bei: Dort werden die Radwege vor den Autostraßen vom Schnee geräumt.
Der Umweltsprecher der Wiener Rüdiger Maresch forderte mehr Mut für neue Ideen, so finden selbst ÖAMTC- Mitglieder die Citymaut gut. Bezirksvorsteherstellvertreterin Doris Müller schlug vor, Picknicke vor der eigenen Haustür zu organisieren, um Straßen für den Verkehr temporär zu sperren. Das Fazit des Abends: Im Sommer sollte man autofreie Zonen im Bezirk testen.
