LEKUKA
Ausgangslage, Ziele, AkteurInnen
Die Gruppe LEKUKA bildete sich Ende 2003, kurz nach den ersten Veranstaltungen der agenda.margareten. Ihre Mitglieder verschrieben sich sich der kulturellen Belebung und der Vernetzung von Kulturinitiativen und Kunstschaffenden in Margareten – dabei sollte ein „Lebender Kulturkalender“ entstehen. Das „Lebende“ oder „Lebendige“ bezieht sich auf Veranstaltungen im öffentlichen Raum, die regelmäßig stattfinden.
Die Gruppe wurde im April 2008 nach langem und erfolgreichem Wirken im Bezirk abgeschlossen.
In den vergangenen viereinhalb Jahren wurden viele Teilprojekte - wie die Kunstwäscheleine oder die kult.tour - umgesetzt. Diese werden aus heutiger Sicht auch in Zukunft bestehen bleiben. Die Christine-Busta-Säule ist mittlerweile über die Grenzen von Margareten hinaus bekannt und auch der Kulturadventkalender inklusive Atelierrundgang erfreut sich bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie dem Publikum großer Beliebtheit.
Darüber hinaus trug die Gruppe LEKUKA dazu bei, Bewusstsein für Kunst und Kultur als wichtige vierte Säule der Nachhaltigkeit im Agendaprozess zu schaffen.
Das übergeordnete Ziel der Gruppe - nämlich die kulturelle Belebung und die Vernetzung der Margaretner Kunst- und Kulturschaffenden - wurde erreicht.
Bei Interesse an der weiteren Arbeit der ehemaligen Gruppenmitglieder, wenden Sie sich bitte an:
read!!ing room
Gabriele Rökl, Thierry Elsen
Anzengrubergasse 19/1, 1050 Wien
readingroom@chello.org
www.e-zine.org
Halikarnas Kulturverein
Elisabeth Röschl
Spengergasse 31, 1050 Wien
Tel.: 544 31 73
halikarnas@gmx.at
Denkraum
Brigitte Lacina
Bacherplatz 11/EG, 1050 Wien
Tel.: 0699 - 11 303 863
galerie@denkraum.at
www.denkraum.at
Erreichtes
Margaretner KulturAdventKalender 2007
Nach dem großen Erfolg vom Vorjahr erfreut sich der Margaretner KulturAdventKalender (kurz KAK) einer Neuauflage. Die agenda.gruppe LEKUKA versammelte alle kulturellen Veranstaltungen im Advent 2007 von KünstlerInnen und Einrichtungen im Bezirk im KAK 2007. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Mehr als 30 VeranstalterInnen boten ein buntes Programm für Jung und Alt. Bei über 60 Veranstaltungen war für jede/n Etwas dabei: Das Angebot reichte von diversen Märkten und Lesungen über Konzerten und Ausstellungen bis hin zu Vernissagen sowie Theater- und Kabarettvorstellungen.
kult.touren
Kulturspaziergänge fanden laufend statt:
Am 11. März 2007 lud die agenda.gruppe LEKUKA zu Ihrer alt bewährten kult.tour durch das alte und neue Matzleinsdorf. Während eines kleinen Sonntagspazierganges konnten die TeilnehmerInnen Interessantes und Kultiges über den ältesten Teil Margaretens erfahren. Von der Anzengrubergasse über den Laurenzergrund geht es nach Matzleinsdorf, wo man Falco, Christine Busta und Co. begegnen konnte. Spannende Bauwerke wie die Rauchfangkehrerkirche „alt und neu“, der Flora-Hof oder der neue „Winter-Garten“ in der Körner-Hof-Anlage durften nicht fehlen.
Am 28. Mai und 3. Juni 2007 organisierte die Gruppe ihre neue kult.tour: den Nikolsdorfer Rundgang. Bei den beiden Spaziergängen gab es interessante Geschichten über Nikolsdorf, Schwester Restituta, Restituierungsfragen, die Hells, die Angels und den Siebenbrunnenplatz zu erfahren.
KulturAdventKalender 2006
Im Winter 2006 ließ die agenda.gruppe mit einem Weihnachtskalender der besonderen Art aufhorchen: Die LE-KU-KAs haben ihren Namen zum Programm gemacht und einen Lebendigen-Kulturadvent-Kalender für Margareten zusammengestellt. Mehr als 20 Margaretner Kunst- und Kulturschaffende haben sich vernetzt und boten ein Kulturprogramm, das sich sehen lassen konnte: Offene Ateliers, Vernissagen, Theaterstücke für Jung und Alt, ein Orientalischer Weihnachtsmarkt, Häfenlieder, Klassikkonzerte und vieles Andere mehr luden zum Mitmachen und Vorbeischauen ein. Den Abschluss bildete die Hl. Messe der Afrikanischen Gemeinde, die bereits weit über die Grenzen von Margareten bekannt ist.
Book Crossing
Neben diversen Aktivitäten hat sich unter dem Dach der agenda.gruppe LEKUKA eine neue Initiative „Book Crossing“ hinzu gesellt, die es sich zum Ziel gesetzt hat, jedwede Literatur populärer zu machen. Geplant sind „Book Crossing Zonen“ im Bezirk, bei denen Interessierte ihre Bücher tauschen können.
Der Salon
Außerdem startete die Gruppe im Jahr 2006 einen erneuten Versuch, die aktive Vernetzung von Kunstschaffenden in und um Margareten zu forcieren. Der so genannte „Salon“ fand im read!!ing room statt und sollte als informelle Austauschplattform institutionalisiert werden. „Der Salon“ bot den Kunstschaffenden die Möglichkeit im kleinen Rahmen Synergien zu schaffen, Probleme und Lösungen auszutauschen. Einen derartigen Salon gab es schon vor einigen Jahren im read!!ing room, wurde jedoch aus Gründen mangelnder Teilnahme wieder eingestellt.
Busta-Säule
So wurde ein Entlüftungsschacht der Wiener Linien im Klieberpark gefunden, der zu einer „Busta-Säule“ umgestaltet wurde. Dazu wurde sie rot bemalt und mit weißer Farbe ein Text der Künstlerin angebracht. Hinzu kam eine Gedenktafel, die Näheres über die Lyrikerin Christine Busta preisgibt, die die meiste Zeit ihres Lebens in Margareten verbracht hat. Nach Gesprächen zwischen dem Bezirk, den zuständigen Magistraten, den Wiener Linien und der agenda.gruppe LEKUKA, erfreute sich die Gruppe tatkräftiger Unterstützung von allen Seiten! Der Startschuss zur Umgestaltung fiel im April 2006. Die Parkeröffnung fand am 9. September 2006 statt und die Säule erstrahlte in neuem Glanz.
Aktions.beispiel "Kunstwäscheleine":
Eine Aktion der Gruppe LEKUKA und des read!!ing room im Rahmen der agenda.margareten, die uns über die Jahre begleitet!
Bisherige Kunstwäscheleinen in Margareten:
19. Juni 04: Ecke Spengergasse/Siebenbrunnengasse
17. Juli 04: Anzengrubergasse 19 vor dem read!!ing room
4. September 04: Ehem. Huberwerkstätte/Tankstelle Schönbrunnerstraße 61
22. November 04: im agenda.büro.margareten im Rahmen des 3. agenda.forums (Projektwäscheleine)
28. Mai 05: St. Johann-Park
9. Juli 05: im Rahmen der agenda.aussen.stelle Bacherpark
21. Juli 06: im Rahmen der agenda.aussen.stelle Klieberpark
2. August 06: im Rahmen der agenda.aussen.stelle Klieberpark
28. Juli 07: im Bacherpark
Ziel der Kunstwäscheleine ist es, Kunst zu verbreiten und Menschen mit Kunst zu konfrontieren, dort wo sie es am Wenigsten erwarten. Der öffentliche Raum kann und soll dazu genutzt werden, Einblick in die Werkstatt von Künstler/innen aller Sparten zu geben, und dies auf eine unkomplizierte, unbürokratische und kostengünstige Art und Weise. Der Zetteldichter Seethaler popularisierte dieses Prinzip. Auf Klebestreifen pickte er seine „Gedichte zum Pflücken“. Sein Zielpublikum: Die Passant/innen.
Diese Idee zu übernehmen und auf andere Kunstsparten auszudehnen ist die Basis dieser Aktion. Erlaubt ist bei der Kunstwäscheleine, was (dem Publikum) gefällt und sich auf Papier unterbringen – oder auf andere leichte Träger (z.B. Gedichte auf Lebkuchenherzen, wie March Höld dies tat) auftragen lässt. Zeichnungen, Notenblätter, Texte, Fotos, jedoch auch Veranstaltungshinweise oder Visitenkarten. Die Kunstwäscheleine findet vornehmlich im 5. Wiener Gemeindebezirk und outdoor statt. Eine Verlagerung während des Winters in semi(öffentliche) Indoorbereiche ist natürlich auch möglich. Wäscheklammern können bei LEKUKA ausgeliehen werden.
Das 1. Treffen
Das erste Mal trat die Gruppe am 22. Mai 2004 an die Öffentlichkeit. Im Rahmen von „Margaretes Lesezimmer“ lasen 10 AutorInnen aus Margareten und Umgebung Gedichte und Prosa auf dem Siebenbrunnenplatz.
|